Projekte
D E N K M A L H A U S S
H A R B U R G
Denkmalgeschütztes Backsteinwohnhaus von 1880,
im Göhlbachtal Harburg
Planungs- und Bauzeit Q2 2025 - Q4 2026
Beauftragung Leistungsphase 1-4 und 5-7
Das denkmalgeschützte Objekt ist auf Grund von Gebäudesetzungen und daraus resultierenden Neigungen der Außenwände stark sanierungsbedürftig. Zur weiteren Überwachung der Gebäudesubstanz wurde das Vermessungsbüro Mittelstädt & Trau mit der Begleitung eines Rissmanagements beauftragt. Der vorhandene Baugrund wurde über den Bodengutachter Herbrich sondiert. In Abstimmung mit dem Statik Büro Mädge wird die Verbesserung der Gründung konzeptioniert.
Innendämmung Außen- und Giebelwände: Die Innenseite der Außenwände wird, nach Erfordernis, mit Lehmputz egalisiert. Das Holzständerwerk (die Tiefe der Vorwandschale wird mit der Energieberaterin bauphysikalisch untersucht) wird mit ca. 10cm Hanfdämmung lagenweise ausgefüllt, raumseitig wird eine Schilfmatte aufgebracht, auf die wiederum eine Wandheizung montiert wird. Die Wandheizung wird mit Lehmputz, in mehreren Lagen aufgebracht, verkleidet. Die hier beschriebene Innenschalung wurde bereits bei unserem denkmalgeschützten Bauvorhaben "Ehemaliger Forsthof in Kneese am Schaalsee" baulich umgesetzt.








Dachkonstruktion: Die gegenwärtige Dachkonstruktion wird, bei statischer Erfordernis, mit zusätzlichen Holzsparren ertüchtigt bzw. ergänzt. Gegenwärtig sind die Dachpfannen innenseitig sichtbar. Die energetische Ertüchtigung erfolgt aus einer Kombination aus Zwischensparren - und anteiliger Aufsparrendämmung.
Historische Innenraumelemente: Terrazzoböden, Wandfliesen, "bemalte" Wandverkleidung. Teilflächen der Wände und des Bodens weisen historische Oberflächen auf, die erhalten bleiben bzw. auf Wunsch der Bauherrenschaft mittels Vorwandkonstruktionen im Leichtbau geschützt werden.
Dachdeckung: Teilweise sind Pfannen der Fa. W. Katt Harsefeld - Hannover erhalten. Sollte der Dachpfannentyp nicht mehr zu beschaffen bzw. ein Erwerb wirtschaftlich nicht darstellbar sein, wird die Straßenseite komplett mit den Bestands- Altpfannen und die Gartenseite mit einer noch abzustimmenden Dachpfanne eingedeckt.
Dachflächenfenster: Im Dachgeschoss ist der Einbau von Dachfenstern aus Stahl, 77,00 cm x 118,00 cm, Productcode DRX der Fa. Historische Dachfenster (HD), als Dachausstieg Typ DRP 60,00 cm x 70,00 cm der gleichen Firma HD. (info@historische-dachfenster.com) (www. historische-dachfenster.com) vorgesehen.




Fassade: Die notwendige Gerüststellung erfolgt mit Absteifungen, die für die notwendige Stabilität sorgen. Die bestehenden Verblendfassaden bleiben in Ihrer jetzigen Ausbildung erhalten. Lediglich notwendige Sanierungen der vorhandenen Risse und Fehlstellen des Verblendmörtels im Mauerwerksbild werden partiell erneuert.
Fenster: Nach Inaugenscheinnahme der Holzbestandsfenster ist die Instandsetzung der Einscheibenelemente aus energetischer und wirtschaftlicher Sicht nicht darstellbar. Die neuen Fensterelemente werden vor Einbau mittels Detailzeichnungen etc. mit dem Denkmalschutzamt abgestimmt. Die auf der Eingangsseite direkt vor der Außenwand bestehende Bepflanzung wird entfernt. Zum Schutze des Außenmauerwerkes wird auch die Fassadenbegrünung entfernt.
Haustüren: Die bestehenden Haustüren bleiben erhalten und werden dichtungs- und dämmtechnisch aufgearbeitet. Die bestehende grüne Farbgebung der Haustüren wird im gleichen Farbton auf die neuen Fenster übertragen.
Treppen: Im Inneren des Gebäudes befinden sich zwei historische Treppen: eine zum ersten Obergeschoss, die andere zum zweiten Obergeschoss. Beide werden erhalten und in Absprache mit dem Denkmalschutzamt saniert.