Projekte
D I S T R I C T 2 1 P H O E N I X A R E A L
H A R B U R G
Konzeptstudie. Auftraggeber ContiTech AG, Werk Hamburg
Beauftragung: Bestandsaufnahme eines Teils des historischen Gebäudebestandes, Erschließungs-, Funktions-, und exemplarisches Nutzungskonzept
Gesamtgrundstücksfläche 100.000m², davon neu überplanter Teilbereich 40.000 m², BGF 36.690m²
Planungszeitraum September 25 - Juni 26
Das Phoenix Areal in Harburg ist ein historisch gewachsener Industriestandort dessen räumliche Dichte eine kraftvolle, fast greifbare Stimmung von Geschichte und Arbeit vermittelt. Seit 1856 entstanden, bildet es heute ein prägnantes Ensemble aus Backsteinarchitektur, Produktionsstrukturen und gewachsenen Wegenetzwerken. Ziel der nötigen Transformation ist es, diese Substanz nicht zu ersetzen, sondern weiterzudenken: ein offenes Quartier zu schaffen, das die Identität und Geschichte Harburgs bewahrt und gleichzeitig fortschreibt, indem es Raum für neue Formen von Arbeit, Produktion und Begegnung eröffnet. Die vorhandenen Gebäude, Materialien und Spuren industrieller Nutzung bleiben prägend und werden zum Träger von Entwicklung. Vorhandene Ressourcen werden konsequent und nachhaltig genutzt. Das bestehende Kraftwerk bildet die Basis für ein energieeffizientes Konzept. Ziel ist ein resilienter, langfristig tragfähiger Standort. Das Quartier wird verkehrsberuhigt und zukunftsorientiert erschlossen.






NEUE NUTZUNG
Offen. Gemischt. Adaptiv.
Als „offenes Museum“ soll es vor allem fußläufig und mit dem Fahrrad erreichbar sein. Ergänzend zum Fahrradhafen entsteht eine zentrale Parklösung mit E-Mobilität und Sharing-Angeboten. Neues Herz des Quartiers wird das Gebäude Nr. 64. Die Gestaltung nimmt die Formsprache des Bestands auf und entwickelt sie weiter. Mit Mensa, Multifunktionsflächen und offener Struktur verbindet es Nutzergruppen und Funktionen am zentralen Begegnungsort. Das Areal entwickelt sich zu einem vielfältigen Nutzungsmix aus Innovationsstandort, Arbeitsort und sozialem Raum. Start-ups, Forschung und produktionsnahe Nutzungen treffen auf Kultur, Bildung und gemeinschaftliche Angebote. Co-Working, Werkstätten und flexible Arbeitsformen ergänzen bestehende Strukturen, während Ateliers, Wissensräume und öffentliche Nutzungen weitere soziale Zugänge schaffen. Die Architektur folgt einem modularen Prinzip: vorhandene Räume werden aktiviert, erweitert und miteinander vernetzt. Ein anpassungsfähiges Gefüge entsteht, das mit seinen Nutzungen wachsen und sich verändern kann.


STADT UND GESELLSCHAFT
Verbinden statt Trennen.
Die Öffnung des bislang abgeschlossenen Geländes ist ein zentraler Schritt hin zu einem integrativen Stadtbaustein. Neue Wege, Plätze und Übergänge verknüpfen das Areal mit dem umgebenden Stadtteil und schaffen Aufenthaltsqualität, einen urbanen Campus. Gleichzeitig wird die lokale Bevölkerung partizipativ mit einbezogen – durch zugängliche Räume, soziale Angebote und Möglichkeiten zur Teilhabe. Das Phoenix Areal versteht sich als gemeinsamer Ort: wirtschaftlich tragfähig, sozial verankert, kulturell aufgeladen und damit langfristig resilient und produktiv.
In Zusammenarbeit mit IMENTAS Immobilienpartner und ELBBERG Stadtplanung















