Projekte
R A U M K O N Z E P T E
Ideen, Varianten, Möglichkeiten
Bei unseren Raumkonzepten geht es um den Prozess: um erste Gedanken, Materialien, Farben und Atmosphären. Dazu gehören auch Moodboards, mit denen wir die gewünschte Stimmung eines Entwurfs greifbar machen und verschiedene gestalterische Richtungen ausloten.
Dabei entstehen manchmal mehrere Varianten für dieselbe Aufgabe, manchmal eine einzelne klare Idee. Gebaut werden muss am Ende nicht immer, gedacht wurde es trotzdem.


0 1 P O O L - S H O W R O O M
Eingangsbereich Sunpools Schikora
Rellingen
2019-2023
Für ein Unternehmen im Poolbau wurde der Eingangsbereich eines Showrooms für moderne Pool- und Schwimmbadtechnik entwickelt. Ziel war ein reduzierter, zeitgemäßer Empfang, der die technische und hochwertige Ausrichtung des Unternehmens widerspiegelt und gleichzeitig das Thema Wasser subtil aufgreift. Im Mittelpunkt steht ein monolithisch wirkender Empfangstresen mit integriertem Arbeitsplatz. Eine eingeschobene Platte bildet dabei den eigentlichen Arbeitsbereich und setzt einen bewussten Kontrast zum massiven Körper des Tresens. Als Hintergrund für den Empfang wird der Meeresboden abstrahiert: Unterschiedlich zugeschnittene Platten überlagern sich zu einer reliefartigen Oberfläche. Durch die gezielte Beleuchtung von oben entstehen zwischen den einzelnen Ebenen wechselnde Schatten und eine lebendige Tiefenwirkung.
Auch die Beleuchtung greift das Wasserthema auf. Die tropfenförmigen Falling-Leuchten von Tobias Grau schweben über dem Empfang und setzen einen spielerischen Akzent in der ansonsten streng reduzierten Gestaltung. Eine zurückhaltende Farb- und Materialpalette in verschiedenen Grautönen verbindet die Elemente miteinander. Minimalistisch, technisch und dennoch atmosphärisch entsteht so ein Eingangsbereich, der die Welt des Wassers nicht wörtlich abbildet, sondern in Material, Licht und Form übersetzt.
0 2 B L U E L I G H T R O O M
Aufenthaltsraum für Rettungssanitäter
Asklepios Klinikum St. Georg
2024
Für die Rettungssanitäter eines Hamburger Krankenhauses wurde ein neuer Aufenthaltsraum konzipiert. Im Mittelpunkt standen dabei nicht nur die funktionalen Anforderungen, sondern vor allem die Frage, wie ein Raum gestaltet sein kann, der zwischen Einsätzen Ruhe, Rückzug und Gemeinschaft ermöglicht.
Zwei Konzepte übersetzen diese Anforderungen in unterschiedliche Atmosphären und Raumgefüge. Ausgehend von den Anforderungen an den Raum wurden zunächst unterschiedliche Atmosphären und Materialwelten entwickelt. Moodboards dienten dabei als Werkzeug, um Farben, Materialien und Lichtstimmungen zu verdichten und die beiden Konzepte greifbar zu machen.
Variante 01: Warm & Natürlich
Honigfarbenes Holz, schwarzes Metall und Grüntöne bestimmen die warme, wohnliche Variante. Beim Betreten fällt der Blick direkt auf die Küche mit ihrem vorgelagerten Tresen. Eine kleine Couch in der Ecke schafft einen Ort zum Zurückziehen.
Variante 02: Bluelight
Die zweite Variante nimmt den Namen des Raumes auf und übersetzt das Blaulicht in eine ruhige, atmosphärische Farbwelt. Gedämpfte Blautöne bei Fliesen und Textilien treffen auf Grau und dunkles Holz. Die Küche wird unmittelbar Teil des Eingangsbereichs, während eine Eckcouch den Raum für gemeinschaftliche Pausen öffnet.




0 3 B E S P R E C H U N G S R A U M
Kanzlei
Buchholz in der Nordheide
2024
Für den Besprechungsraum einer Kanzlei wurde ein Gestaltungskonzept entwickelt, das die prägnante rote Farbwelt des Corporate Designs in den Raum überträgt. Schwarze Fliesen und weiße Wände bilden eine reduzierte, kühle Grundlage. Im Zentrum steht der Besprechungstisch mit roten Stühlen.
Um diesen Mittelpunkt räumlich zu stärken, wird das Thema Schallschutz gestalterisch integriert: Ein roter Teppich definiert den Bereich unter Tisch und Stühlen. Darüber nehmen abgehängte Lamellenelemente die Größe und Farbe des Teppichs wieder auf in Form einer Schallschutzharfe. An der Wand wird das Motiv als roter Schallschutzrahmen fortgeführt und integriert den Bildschirm für Besprechungen und Präsentationen. So wird der Schallschutz nicht zum nachträglichen technischen Element, sondern zum gestalterischen Bestandteil des Raumes. Boden, Decke und Wand werden zu einer zusammenhängenden räumlichen Figur, die den Besprechungsbereich fasst und ihm innerhalb des ansonsten zurückhaltenden Raumes eine klare Präsenz gibt.

